WARUM LESEN SIE MICH

Unabhängig. Direkt. Parteilos.

Analysen und Kommentare zu Politik, Medien und gesellschaftlichen Entwicklungen.

TESTIMONIALS

Ein 27-Tonnen-Rotorblatt stürzt auf der Sirnitz vom Transporter. Zwei Tage später wird es vor Ort zersägt – mit dem Trennschleifer, unter freiem Himmel, ohne Absaugung. Die Arbeiter tragen keinen Atemschutz, der Gehörschutz hängt hochgeklappt am Helm. Unter dem Blatt: ein Vlies, das Wasser durchlässt. Nebenan: ein Wohnhaus, an dem die Bewohnerin danach faserartige Ablagerungen findet. Badenova spricht von einem „detaillierten Sicherheitskonzept“. Ich habe nachgefragt – schriftlich, mit Frist, in Kopie an die Behörden. Was ich sehen will, sind keine Beteuerungen, sondern Unterlagen.

Adrian Kempf

Der Direktor der Forstlichen Versuchsanstalt sagt in der Badischen Zeitung, der Wegebau entscheide darüber, ob Regenwasser im Wald bleibt oder abfließt. Zwanzig Kilometer östlich reißt ein Bagger die Wurzelstöcke aus einem Steilhang, schiebt den Humus ab und schottert eine Trasse mit 35 Prozent Steigung über zwei Trinkwasserquellen. Genehmigt gegen das schriftliche Nein der eigenen Naturschutzbehörde, gegen den zweifach ablehnenden Gemeinderat, gegen die Ausschlussempfehlung ebendieser Forstanstalt. Der Fachmann spricht. Der Bagger antwortet. Und die Zeitung druckt beides — auf verschiedenen Seiten.

Adrian Kempf

„Wenn die eigene Naturschutzbehörde schreibt ‚nicht genehmigungsfähig', der Gemeinderat zweimal Nein sagt, der Regionalplan den Standort streicht und der Fachbereich Bodenschutz von ‚Frevel' spricht — und die Genehmigung trotzdem kommt — dann ist das kein Versehen. Das ist System. Wir riskieren unser Trinkwasser, zerstören 35 Jahre Waldforschung und betonieren Fundamente in den Boden, die nie vollständig entfernt werden dürfen. Für Subventionen. In einer nachgewiesenen Schwachwindzone. Das nenne ich keine Energiewende — das nenne ich Naturzerstörung auf Staatskosten."

Adrian Kempf

„Der Physik-Nobelpreisträger John F. Clauser stellt zentrale Aussagen des Weltklimarates (IPCC) infrage. Er kritisiert die starke Abhängigkeit von Klimamodellen und fordert eine Rückkehr zu überprüfbaren Messdaten. Gemeinsam mit über 2.000 Unterzeichnern der World Climate Declaration plädiert er für mehr wissenschaftliche Transparenz und einen offenen Diskurs über Datengrundlagen, Modelle und Unsicherheiten. Im Beitrag finden Sie seine wichtigsten Argumente, Originalgrafiken und alle Quellen.“

Adrian Kempf

Wie belastbar ist der oft zitierte „97-Prozent-Konsens“ zum Klimawandel tatsächlich? Die Zahl gilt vielen als Beleg für einen nahezu vollständigen wissenschaftlichen Konsens. Doch wie ist sie entstanden, welche Studien liegen ihr zugrunde und welche Aussagekraft besitzen sie wirklich? Dieser Beitrag beleuchtet die Entstehung des 97-%-Narrativs, stellt die wichtigsten Konsensstudien vor und setzt sich kritisch mit deren Methodik, Interpretation und öffentlicher Verwendung auseinander. Ziel ist eine sachliche Einordnung auf Grundlage nachvollziehbarer Quellen und wissenschaftlicher Argumente.

Adrian Kempf

„Ich bin Grafiker, kein Physiker. Aber ich trage diese Frage seit Jahrzehnten mit mir – und irgendwann wird eine Frage so laut, dass man sie aufschreiben muss. Dieses Papier ist kein Beweis. Es ist ein Denkweg. Ich habe versucht, eine Intuition so ernst zu nehmen, wie sie es verdient – mit echten wissenschaftlichen Bezügen, mit ehrlichen Grenzen und ohne Anspruch auf mehr als das, was es ist: ein Anfang. Wenn auch nur ein einziger Physiker nach der Lektüre sagt, das ist eine interessante Frage – dann hat es seinen Zweck erfüllt." Adrian Kempf, Grafiker und Autor, Kirchzarten im Dreisamtal

Adrian Kempf

„Der Ottenberg steht exemplarisch für eine Entwicklung, die viele Bürger zunehmend fassungslos macht: Standorte, die früher wegen Landschaftsschutz, Artenschutz und ökologischer Konflikte als ungeeignet galten, sollen plötzlich doch bebaut werden. Nicht weil die Natur weniger schützenswert geworden wäre, sondern weil politische Ziele und wirtschaftliche Interessen heute offenbar höher gewichtet werden als früher. Wer einen derart sensiblen Schwarzwaldhöhenzug für einige Windkraftanlagen industrialisieren will, muss erklären, warum die damaligen Schutzgründe heute keine Rolle mehr spielen sollen. Solange diese Antwort fehlt, bleibt der Eindruck bestehen, dass hier nicht die Natur geschützt, sondern die Natur geopfert wird.“

Adrian Kempf

„Die veröffentlichten RKI-Protokolle und die Aussagen der Corona-Enquete-Kommissionen werfen aus meiner Sicht fundamentale Fragen zur Rechtsstaatlichkeit während der Corona-Zeit auf. Besonders erschütternd ist der Umgang mit Ärzten, die individuelle Risiken bewerteten, Atteste ausstellten oder telemedizinisch arbeiteten — und dafür kriminalisiert wurden, obwohl interne Erkenntnisse des RKI offenbar deutlich differenzierter waren als die öffentliche Darstellung. Eine ehrliche Aufarbeitung ist längst überfällig.“

Adrian Kempf

„Die aktuelle grün-schwarze Politik in Baden-Württemberg verstärkt bei vielen Bürgern den Eindruck, dass der Ausbau der Windkraft zunehmend über Natur-, Landschafts- und Artenschutz gestellt wird. Gerade bei tiefgreifenden Eingriffen in Wälder und sensible Mittelgebirgsräume braucht es jedoch transparente Verfahren, unabhängige Prüfungen und echte Bürgerbeteiligung. Kritik und berechtigte Sorgen dürfen nicht als Störfaktor behandelt werden, sondern sind ein wichtiger Bestandteil demokratischer Kontrolle.“

Adrian Kempf

„Die Aufgabe von Naturschützern ist, die Natur zu schützen. Nicht mehr und nicht weniger.“

Enoch zu Guttenberg (1946–2018)
Dirigent, Mitbegründer des BUND und später Ehrenpräsident des VLAB.
Bildnachweis: „Enoch zu Guttenberg, 2012“ – Fotograf: Superbass, Wikimedia Commons, Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0).

„Merz: Wie weit wollen Sie eskalieren?

OFFENER BRIEF Wenn ein Bundeskanzler "Remigration" pauschal mit "ethnischer Säuberung" gleichsetzt, eine Wachstumszahl als Erfolg verbucht, die seine eigene Regierung längst revidiert hat, und die größte Oppositionsfraktion als "Teil des Problems" bezeichnet, ist eine Grenze erreicht. Nach dem politischen Erdbeben von Sachsen-Anhalt wäre Selbstkritik angebracht gewesen. Stattdessen lieferte...

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Rotorblattzerlegung auf der Sirnitz 2026

Rotorblattzerlegung auf der Sirnitz 2026

Zerlegung des am 27. August 2026 bei Sirnitz havarierten Rotorblattes am 29. August 2026: Ein Arbeiter trennt die Rotorblattschale mit einem handgeführten Trennschleifer, ein zweiter gibt von der Hubarbeitsbühne Wasser auf die Schnittstelle. Schutzanzüge, Helme und Handschuhe sind vorhanden; Atemschutz ist nicht erkennbar, die Kapselgehörschützer sitzen bei beiden hochgeklappt am Helm. Eine...

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27 Tonnen in der S-Kurve

Bei Müllheim kippt ein Rotorblatt vom Schwertransporter und richtet bis zu einer Million Euro Schaden an. Am Brombeerkopf führt dieselbe Art von Transport über eine Zufahrt mit 35 Prozent Steigung — für die keine Löschwasserversorgung vorgesehen ist. Am Donnerstag, dem 27. August 2026, gegen 13.20 Uhr, befuhr ein Sonderfahrzeug die Landesstraße 131 bergwärts in Richtung Sirnitz. Geladen hatte es...

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Der Direktor und der Bagger

Der Leiter der Forstlichen Versuchsanstalt sagt in der Badischen Zeitung, der Wegebau entscheide darüber, ob Regenwasser im Wald bleibt. Zwanzig Kilometer östlich wird gerade das Gegenteil gebaut — mit Genehmigung derselben Behörden, die seine Anstalt beraten hat. Am 25. August 2026 erschien in der Badischen Zeitung ein Interview mit Ulrich Schraml, habilitierter Forstwissenschaftler und seit...

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Kirchzarten in der Schuldenfalle: offene Fragen

Kirchzarten in der Schuldenfalle: Wo ist das ganze Geld geblieben? Die Einnahmen der Gemeinde sind seit 2019 kräftig gestiegen – die Ausgaben aber noch viel stärker. Millionendefizite, neue Kredite, Steuererhöhungen und ein Haushaltssicherungskonzept sind die Folge. Seit Wochen versuche ich vom Bürgermeister eine einfache Antwort auf eine einfache Frage zu bekommen: Was hat diese Entwicklung...

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Brombeerkopf, 26. Juli 2026

So sieht „minimale Waldinanspruchnahme" aus Diese Bilder sind gestern entstanden, auf dem Brombeerkopf bei Stegen. Sie zeigen die Baustelle für zwei Windenergieanlagen — genehmigt am 29. Oktober 2024 gegen das schriftliche Nein der eigenen Naturschutzbehörde, gegen das zweifache Nein des Gemeinderats Stegen und gegen die massiven Bedenken des Fachbereichs Bodenschutz, der die eingereichten...

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Krebspest in der Brugga

Warum dauerhafte Betretungsverbote die eigentlichen Ursachen nicht treffen Eine ökologische und ursachenbezogene Bestandsaufnahme zum Dohlenkrebs im Dreisamtal, Oberried bei Kirchzarten 1. Kurzfassung Seit dem Jahr 2019 breitet sich die Krebspest in der Brugga zwischen Kirchzarten und Oberried aus. Trotz jahrelanger Betretungs- und Nutzungsverbote, trotz eigens errichteter Krebssperren und trotz...

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Die trockene Dreisamtäler Sommerhitze

Warum ist es im Dreisamtal so heiß und trocken? Eine faktenbelegte Analyse jenseits der üblichen Erklärungen (Symbolfoto) Am 27. Juni 2026 maß die Wetterstation der Universität Freiburg 38,8 Grad Celsius — wärmer als der bisherige Allzeitrekord aus dem Hitzesommer 2003. Am Universitätsklinikum wurden zur gleichen Zeit 43,1 Grad gemessen. Im Juli regnete es in Freiburg erstmals seit Wochen — auch...

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Brombeerkopf: Die Gutachten im Kreuzfeuer

Wie ein Genehmigungsverfahren die eigene Naturschutzbehörde, den Gemeinderat, den Regionalplan und ein 35-jähriges Ökosystem-Monitoring überstimmte — und warum das kein Einzelfall ist. Eine kritische Analyse des Genehmigungsverfahrens aus Sicht des Naturschutzes Zwei Windenergieanlagen des Typs Enercon E-138 EP3, je 229,5 Meter hoch, je 4,26 MW Leistung — genehmigt am 29. Oktober 2024 durch das...

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Nobelpreisträger kritisiert den IPCC

Der Physik-Nobelpreisträger John F. Clauser analysiert Originaldaten, kritisiert Klimamodelle und fordert gemeinsam mit mehr als 2.000 Unterzeichnern der World Climate Declaration eine stärkere Orientierung an überprüfbaren Messdaten statt an Modellprojektionen. Wie belastbar sind die wissenschaftlichen Grundlagen der internationalen Klimapolitik? Der Physik-Nobelpreisträger John F. Clauser,...

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Der Mythos der „97 Prozent“ 

Bis heute heißt es, 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Ein Blick in die Originalstudie zeigt jedoch ein deutlich differenzierteres Bild. Kaum eine Zahl hat die öffentliche Klimadebatte so stark geprägt wie die Behauptung, „97 Prozent der Wissenschaftler“ seien sich einig, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich sei. Diese Zahl wurde über Jahre hinweg von Politikern,...

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Kriegstüchtig?

Die eigentliche Frage lautet: Wo bleibt die Friedenspflicht des Grundgesetzes? Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen – so lautete die Lehre nach 1945. Heute prägen Begriffe wie ‚kriegstüchtig‘, ‚Fight Tonight‘ und ‚stärkste Armee Europas‘ die politische Debatte. Das Symbolbild zeigt den Start von Kampfdrohnen aus einem deutschen Trägersystem und steht für die Frage, ob Deutschland...

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Politik ohne Parteibuch. Verantwortung. Heimat.

Porträt von Adrian Kempf aus Kirchzarten im Dreisamtal, Autor unabhängiger Analysen zu Politik, Medien, Naturschutz und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Ich schreibe unter meinem eigenen Namen, weil öffentliche Argumente öffentliche Verantwortung verlangen.

Was hier entsteht, ist keine Kampagne und kein Meinungsblog. Es ist Dokumentation: Ich beantrage Akteneinsicht, lese Genehmigungsbescheide, vergleiche Gutachten mit dem, was am Ende beschlossen wird, und mache öffentlich, was in den Akten steht. Der Schwerpunkt liegt dort, wo ich zu Hause bin — im Dreisamtal und im südlichen Schwarzwald, bei Naturschutz, Wasser, Wald und Landschaft. Dort, wo Entscheidungen fallen, die für Generationen gelten, und wo oft niemand mehr nachfragt, sobald der erste Bagger rollt.

Mich interessiert nicht, wer zu welchem Lager gehört, sondern was gesagt, behauptet, beschlossen oder verschwiegen wird — und welche Folgen das für Bürger, Gemeinden und Landschaften hat. Wenn eine Naturschutzbehörde schriftlich „nicht genehmigungsfähig" schreibt und sechs Wochen später die Genehmigung kommt, ist das keine Frage der politischen Richtung. Es ist eine Frage, die gestellt werden muss.

Ich widerspreche dort, wo politische Narrative, wirtschaftliche Interessen oder ideologische Gewissheiten an die Stelle überprüfbarer Tatsachen treten — unabhängig davon, ob sie von Regierungen, Parteien, Medien, Unternehmen, Verbänden oder gesellschaftlichen Mehrheiten vertreten werden. Kritik ist für mich kein Angriff auf die Demokratie, sondern ihr notwendiger Bestandteil. Eine Gesellschaft, die kritische Fragen nur akzeptiert, wenn sie ins gewünschte Weltbild passen, verliert ihre Fähigkeit zur Selbstkorrektur.

Dass Positionen nicht unwidersprochen bleiben, ist selbstverständlich. Dass Kritik nicht immer fair geäußert wird, ebenfalls. Aber Argumente werden nicht dadurch falsch, dass man ihren Urheber diskreditiert. Wer widerspricht, soll es begründen. Wer Fehler findet, soll sie benennen — ich korrigiere sie, öffentlich und sofort. Alles andere ist keine Debatte, sondern ihr Ersatz.

Ich beanspruche keine Unfehlbarkeit. Ich beanspruche das Recht, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu dokumentieren und Belege offenzulegen. Jeder Text hier nennt seine Quellen. Prüfen Sie sie.

Adrian Kempf
Kirchzarten im Dreisamtal