Corona-Enquete-Kommissionen offenbaren massive Widersprüche zwischen internen RKI-Einschätzungen, politischen Aussagen und der strafrechtlichen Verfolgung von Ärzten wegen Maskenattesten und Telemedizin.

OFFENER BRIEF

An den Deutschen Bundestag,
die Landtage,
die Gesundheits- und Justizministerien,
die Ärztekammern,
sowie an Presse und Öffentlichkeit

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den öffentlichen Sitzungen der Corona-Enquete-Kommissionen und den inzwischen veröffentlichten internen RKI-Protokollen kann niemand mehr behaupten, von all dem nichts gewusst zu haben.

Am 22.05.2026 fand die 11. Sitzung der Corona-Enquete-Kommission im Brandenburger Landtag statt. Als Sachverständiger wurde unter anderem der freie Autor und Mitherausgeber der ungeschwärzten RKI-Protokolle Bastian Barucker angehört.

Diese Anhörung war von besonderer Bedeutung, weil sie unmittelbar auf die Aussagen des Staatssekretärs Dünow in der vorherigen Sitzung folgte, in der die Frage der Weisungsgebundenheit und damit der kommunikativen Unfreiheit des Robert Koch-Instituts thematisiert wurde.

Bastian Barucker zeigte anhand der internen RKI-Protokolle öffentlich auf, dass Mitarbeiter des RKI offenbar entgegen besserem Wissen ihres eigenen Krisenstabes entweder selbst fragwürdige Informationen über Corona-Maßnahmen nach außen vertreten mussten oder es vermeiden sollten, politische Aussagen führender Regierungsvertreter wie Jens Spahn oder Karl Lauterbach öffentlich zu widersprechen.

Damit erreicht die gesamte Corona-Aufarbeitung eine neue Dimension.

Denn wenn selbst innerhalb jener Behörde, auf die sich Politik, Gerichte und Medien über Jahre nahezu absolut beriefen, intern erhebliche Zweifel an Evidenz, Nutzen und Verhältnismäßigkeit bestanden, dann stellt sich eine erschütternde Frage:

Wofür genau sitzen Ärzte bis heute im Gefängnis?

Das RKI hielt intern unter anderem fest:

„Es gibt keine Evidenz für die Nutzung von FFP2-Masken außerhalb des Arbeitsschutzes.“

Ebenso wurde dokumentiert:

„Falls so entschieden wird, sollte auf die Herausforderungen hingewiesen werden und eine Ausgabe mit Rezept nach vorheriger Beratung durch den Hausarzt empfohlen werden. Der Hausarzt kann prüfen, ob ein kardiales oder pulmonales Risiko besteht.“

Weiter heißt es:

„Keine fachliche Grundlage zur Empfehlung FFP2-Maske für die Bevölkerung vorhanden, daher Warnung vor unerwünschten Nebenwirkungen hinzufügen.“

Diese Aussagen sind von enormer Tragweite.

Denn genau jene Ärzte, die individuelle gesundheitliche Risiken bewerteten, Atteste ausstellten, Patienten dokumentierten oder telemedizinisch betreuten, wurden kriminalisiert, beruflich vernichtet, gesellschaftlich diffamiert und teilweise sogar inhaftiert.

Dabei galt während der Corona-Zeit gleichzeitig ausdrücklich die politische Empfehlung, Arztpraxen möglichst nicht persönlich aufzusuchen. Telemedizinische Beratung wurde ausdrücklich gefördert.

Viele Ärzte legten Patientenakten an, dokumentierten ihre Entscheidungen sorgfältig und handelten nach individueller medizinischer Risikoabwägung.

Und dennoch wurden sie behandelt, als hätten sie vorsätzlich Menschen geschädigt.

Hinzu kommt eine weitere Aussage aus einer vorherigen Sitzung der Corona-Enquete-Kommission, bei der der Datenanalyst Tom Lausen anhand damaliger DIVI-Daten ausführte, dass zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns rund 80.000 Intensivbetten belegt gewesen seien, während nur ein vergleichsweise geringer Anteil — ca. 260 Betten — tatsächlich mit Corona-Patienten belegt gewesen sei.

Wenn diese Zahlen zutreffen, dann stellt sich zwingend die Frage, auf welcher tatsächlichen Datengrundlage die massivsten Grundrechtseingriffe der Nachkriegsgeschichte beschlossen wurden.

Millionen Menschen verloren ihre Freiheit, ihre wirtschaftliche Existenz, ihre sozialen Kontakte oder ihre Gesundheit.

Kinder wurden isoliert.
Alte Menschen starben einsam.
Kritische Wissenschaftler wurden diffamiert.
Ärzte wurden verfolgt.
Und Bürger wurden gesellschaftlich ausgegrenzt.

Während intern offenbar deutlich mehr Unsicherheit herrschte, als der Öffentlichkeit jemals vermittelt wurde.

Ich halte diesen Widerspruch inzwischen für nicht mehr hinnehmbar.

Es geht längst nicht mehr um politische Lager oder um die Frage, ob einzelne Maßnahmen „gut gemeint“ waren.

Es geht um Wahrheit.
Es geht um Rechtsstaatlichkeit.
Es geht um die Glaubwürdigkeit staatlicher Institutionen.
Und es geht um Menschen, deren Leben zerstört wurde.

Ich fordere daher:

  1. Die sofortige unabhängige Überprüfung sämtlicher Strafverfahren gegen Ärzte im Zusammenhang mit Maskenattesten, Testbefreiungen oder Impfunfähigkeitsbescheinigungen.
  2. Die sofortige Neubewertung laufender Haftstrafen unter Berücksichtigung der veröffentlichten RKI-Protokolle.
  3. Die vollständige Offenlegung aller internen Entscheidungsgrundlagen zwischen Politik, Ministerien und RKI während der Corona-Zeit.
  4. Die öffentliche Rehabilitierung jener Ärzte, die nachweislich dokumentiert, medizinisch begründet und im Interesse ihrer Patienten gehandelt haben.
  5. Eine unabhängige parlamentarische Untersuchung möglicher politischer Einflussnahme auf wissenschaftliche Institutionen.

Eine Demokratie darf ihre eigenen Widersprüche nicht dauerhaft unterdrücken.

Wer heute trotz dieser Erkenntnisse jede ehrliche Aufarbeitung verweigert, beschädigt nachhaltig das Vertrauen in Wissenschaft, Medizin, Justiz und Staat.

Ich fordere deshalb:
Keine weitere Verdrängung.
Keine Schutzmauer des Schweigens.
Keine doppelte Wahrheit zwischen internen Protokollen und öffentlicher Darstellung.

Die Aufarbeitung muss beginnen.
Jetzt.

Mit besorgten Grüßen

Adrian Kempf

 

Nutzungsrecht / Zitatgenehmigung:

Die vollständige oder auszugsweise Veröffentlichung dieses Textes auf Webseiten, Blogs, in sozialen Medien oder in Printmedien ist ausdrücklich gestattet. Voraussetzung ist die Nennung der Quelle („Adrian Kempf, Kirchzarten“) sowie – bei Online-Veröffentlichungen – ein Hinweis auf die Originalquelle.

Inhaltliche Kürzungen sind zulässig, sofern Sinn, Kontext und Aussage des Textes nicht verfälscht werden.

© Adrian Kempf, Kirchzarten im Dreisamtal

https://adrian-kempf.de
http://t.me/adriankempf
https://www.facebook.com/AdrianKempfDE/

1
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x